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Herzlich Willkommen zur 2. Ausgabe der Recruiting Times.
Workation in Paris: Wie flexible Arbeitsmodelle das Recruiting revolutioniere
Es war ein eher chaotischer Mittwoch, als @Ramon plötzlich vorschlug, als Team nach Paris zu fahren. Eine Entscheidung, die uns zunächst nicht leichtfiel – schliesslich hatte jeder von uns bereits Pläne für die kommenden Tage. Zwei Stunden lang diskutierten wir. Doch dann – wie es oft mit spontanen Ideen ist – wagten wir es.
Wenige Stunden später standen wir vor unserem Büro in Hünenberg; die Taschen gepackt und bereit für ein kleines Abenteuer. Nach einer langen Autofahrt von neun Stunden erreichten wir Paris – mitten in der Nacht, um 04:00 Uhr.
Wir starteten unsere Tage nach einer erholsamen Nacht, ohne Druck, sondern mit dem Fokus auf das Wesentliche. Statt stundenlangem E-Mail-Verkehr und Meetings verbrachten wir unsere Zeit mit tiefgehenden Gesprächen, kreativen Konzepte. Wir liessen uns von der Stadt, der Kultur und dem gemeinsamen Erlebnis als solches treiben.
Natürlich wurde auch gearbeitet, aber in einem völlig neuen Rahmen: Ohne feste Strukturen, mit mehr Raum für Ideen und Inspiration. Das Ergebnis? Frische Energie, neue Perspektiven und klare Ideen, die wir direkt in die Tat umsetzen konnten.
Diese spontane Workation, eine Mischung aus „Work“ und „Vacation“ – zugegeben mit mehr „Acation“ als “Work” – hat uns gezeigt, dass produktives Arbeiten nicht immer im Büro stattfinden muss. Manchmal entstehen die besten Ideen genau dann, wenn man sich aus der gewohnten Umgebung löst.
Was Bewerber heute wollen
Immer mehr Talente legen Wert auf Flexibilität und die Möglichkeit, remote zu arbeiten. Unternehmen, die solche modernen Arbeitsmodelle anbieten, verschaffen sich einen klaren Vorteil im War for Talents. Workations sind ein perfektes Beispiel dafür: Sie zeigen, dass produktives Arbeiten nicht an einen festen Standort gebunden ist und Kreativität oft dann entsteht, wenn man sich aus der gewohnten Umgebung löst. Arbeitgeber, die solche Freiräume schaffen, steigern nicht nur die Attraktivität ihres Unternehmens, sondern fördern auch Motivation und Innovation im Team.
Insights vom IMCAS Kongress
Während unserer Zeit in Paris hat @Ramon den IMCAS World Congress 2025 besucht. Mit über 20’000 Teilnehmern aus 140 Ländern war der Kongress der Ästhetik-Branche ein voller Erfolg.
Die globale Ästhetikbranche erlebt ein rasantes Wachstum mit Prognosen, die bis 2031 Double-Digit Growth vorhersagen. Dieses Wachstum wird durch die steigende Nachfrage nach innovativen, weniger invasiven und stärker personalisierten ästhetischen Behandlungen vorangetrieben. Erkenntnisse vom IMCAS Medical Aesthetics Congress 2025 sowie aus aktuellen Branchenberichten zeigen die wichtigsten Entwicklungen und technologischen Fortschritte, die den Markt prägen.
Hierzu zählen u.a. folgende Trends:
- Natürlichere Ergebnisse im Fokus
- Langlebigkeit & Biohacking
- Nachhaltigkeit & Umweltfreundlichkeit
- KI & personalisierte Behandlungen
Der globale Ästhetik-Markt wird in den kommenden Jahren voraussichtlich stark expandieren. Unternehmen wie ArchiMed nutzen diesen Trend, was sich beispielsweise in ihrer Übernahme von Jeisys Medical für rund 742 Millionen US-Dollar zeigt – einem führenden koreanischen Hersteller von ästhetischen Geräten.

Mit der steigenden Marktnachfrage wächst auch der Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Kliniken und Unternehmen setzen verstärkt auf:
- Kontinuierliche Weiterbildung & Schulungen, um Fachkräfte zu gewinnen
- Technologische Fortbildung, um mit den neuesten Entwicklungen Schritt zu halten
- Strategien zur Mitarbeiterbindung, wie Karrieremöglichkeiten und wettbewerbsfähige Vergütung
Wir sind stolz seit vielen Jahren u.a. AbbVie, respektive Allergan Aesthetics in diesem Bereich zu unseren namhaften Kunden zählen zu dürfen.
Die Ästhetik Branche befindet sich in einem transformierenden Wandel, geprägt von Innovation, Personalisierung und einem ganzheitlichen Beauty-Ansatz. Wer in dieser dynamischen Branche erfolgreich sein möchte, sollte sich frühzeitig mit diesen Entwicklungen auseinandersetzen.
Roche Event Gen Z
Vergangene Woche hatten wir die Gelegenheit, am Event von Zug West bei Roche in Rotkreuz teilzunehmen. Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war der fesselnde Vortrag von @Dr. Florian Kunze, der sich mit dem Thema “Führung im Generationenmix” beschäftigte – mit besonderem Fokus auf die Herausforderungen und Chancen im Umgang mit der Generation Z.
Im Anschluss an den Vortrag erhielten wir die Möglichkeit, in Kleingruppen unsere persönlichen Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag zu reflektieren und uns über Best Practices in der generationsübergreifenden Zusammenarbeit auszutauschen. Dieser interaktive Teil förderte den Dialog und ermöglichte wertvolle Einblicke in unterschiedliche Perspektiven.

Zum Abschluss lud ein erstklassiges Buffet zum geselligen Networking ein. In entspannter Atmosphäre konnten wir die gewonnenen Erkenntnisse weiter vertiefen und spannende Diskussionen rund um das Thema Führung und Generationenvielfalt führen.
Weitere Informationen finden Sie bei Janic Suter
Fazit und Ausblick: Flexibles Arbeiten als Erfolgsfaktor im Recruiting
Gerade für die junge Generation von Talenten, die Wert auf Freiheit und Selbstbestimmung legt, sind solche Arbeitsmodelle ein entscheidendes Kriterium bei der Job Wahl.
Doch wie können Unternehmen gezielt auf diesen Trend eingehen? Der Schlüssel liegt darin, Flexibilität nicht nur zu erlauben, sondern aktiv zu fördern – sei es durch Remote-Optionen, flexible Arbeitszeiten oder eben gezielte Workations. Entscheidend ist dabei, eine Unternehmenskultur zu schaffen, die Vertrauen schenkt und Eigenverantwortung fördert. Unternehmen, die frühzeitig auf solche Trends reagieren und innovative Arbeitsmodelle integrieren, gewinnen nicht nur die besten Talente, sondern sichern sich auch langfristig einen Wettbewerbsvorteil.

